Vielfältiges Programm von Frauenverbänden, Initiativen und der städtischen Gleichstellungsstelle

Nachdem die Frauenaktionstage 2020 wegen Corona ausfallen mussten, bietet die Gleichstellungsstelle gemeinsam mit verschiedenen Frauenverbänden, Institutionen und Vereinen vom 5. bis 25. November wieder ein vielfältiges Begegnungsprogramm.
 
„Die aktuellen Entwicklungen in Politik und Gesellschaft zeigen, dass Wachsamkeit, Solidarität und Engagement für die Rechte der Frauen, sehr notwendig sind. Die Corona-Krise schafft aus frauenpolitischer Perspektive keine neuen, sondern verschärft bekannte Probleme: Finanzielle Unterschiede werden größer, die Verteilung bezahlter und unbezahlter Arbeit wird ungerechter, die Kinderbetreuung lückenhafter. Das hohe Maß psychischer und physischer Belastung für Eltern und Kinder, Seniorinnen und Studentinnen, etwa aufgrund von Kontaktsperren, eingeschränkten Freizeitmöglichkeiten, engen Wohnverhältnissen, finanzieller Sorgen und Zukunftsangst verschärfte die Lebenssituation für viele und führte auch zu Überforderung und Einsamkeit. Je länger die Pandemie andauert, desto größer ist die Gefahr, dass sich bereits bestehende Ungleichheiten verfestigen oder neue Formen annehmen“, sagt Monika Hensen-Busch, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Mönchengladbach.
 
Es sei deshalb wichtiger denn je, dass Frauen sich treffen, informieren und austauschen, sich begegnen, miteinander ins Gespräch kommen, Gemeinsamkeiten und Unterschiede kennlernen, um am Ende gemeinsam in Aktion zu kommen.
 
„Nachdem die FrauenAktionsTage (FAT) im letzten Jahr nicht stattgefunden haben, freue ich mich, dass die Gleichstellungsstelle in Kooperation mit verschiedenen Frauenverbänden, Institutionen und Vereinen aus dem Netzwerktreffen, 2021 wieder Veranstaltungen und Aktionen zu den FAT durchführen kann. Das Programm der FAT findet in der Zeit vom 5. bis zum 25. November statt. Die Veranstalterinnen laden alle Interessierten herzlich zur Teilnahme ein“, so Hensen-Busch weiter.
 
Die erste Veranstaltung ist der Second-Hand-Verkauf, zur Finanzierung der Arbeit, der Frauenberatungsstelle. Die Veranstaltung findet am Freitag, 5. Samstag, 6. und Sonntag 7. November, in der Beratungsstelle an der Kaldenkirchenerstraße 4, 41063 MG statt.
 
Am Montag, 8. November, um 19 Uhr präsentiert die Gleichstellungsstelle im Haus Zoar am Kapuzinerplatz den Film GLEIS 11, der die Geschichte der ersten Generation der Gastarbeiter*innen –  und auch ein Stück unserer Stadtgeschichte –  erzählt und auf die Leinwand bringt. Regisseur Çağdaş Yüksel ist anwesend und steht im Anschluss an die Filmvorführung zur Gesprächsrunde bereit. Die Anmeldung ist online auf heyalmanya.com oder aber auch telefonisch unter (02161) 253611 in der Gleichstellungsstelle möglich. 
 
„Die Welt in Bewegung“ haben die Frauen von IdA-Treff, FBS, Pfarre St. Marien und kfd ihr Treffen zum interkulturellen und interreligiösen Austausch am Mittwoch, 10. November von 9:30 bis 12:00 Uhr überschrieben. Das Treffen findet „draußen auf der Wiese“ statt und bringt in Bewegung, Gespräch und Austausch. Abends um 19:00 Uhr gibt es außerdem die Möglichkeit an der online-Veranstaltung „Frauen im Dialog“ teilzunehmen. Ingrid Scholz (Frauenseelsorge) und Lucia Traut (kath. Forum) moderieren einen Austausch von Vertreterinnen unterschiedlicher Religionen.
 
Caritas und Stadtbibliothek MG führen in der Pop-up-Bib im Vituscenter am 10. November, um 19:30 Uhr die Aktion „Lebendige Bücher – erzählen ihre Geschichte“ eine Aktion zum Thema soziale Arbeit und Pflege durch. Menschen, die sich tagtäglich in diesem Bereich engagieren erzählen für eine begrenzte „Leih“zeit von ihren persönlichen und beruflichen Erfahrungen und beantworten Fragen.
 
Katholisches Forum, Gleichstellungsstelle und die Frauengeschichtsgruppe FrauenVita laden für Dienstag, 16. November, um 19:00 Uhr zum Vortragsabend „Die Frauen um Karl Marx“ ins Haus der Regionen ein. Die Kölner Autorin Ina Hoerner widmet sich an diesem Abend der Kritik, die feministische Geschichtsforschung an der Darstellung von Theorie und Leben des Denkers hat.
 
Auch 2021 gibt es am Donnerstag, 25. November zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen zwei große Aktionen in unserer Stadt. Der Arbeitskreis Gegen Gewalt in Beziehungen initiiert das Flagge zeigen mit dem Hissen der Fahnen an Rathäusern und öffentlichen Gebäuden mit der Aufschrift: „Nein zu Gewalt an Frauen – frei leben ohne Gewalt“. Die beiden Zontaclubs und die Soroptimisten veranstalten gemeinsam die Aktion „Zonta says NO“ und haben viele Unterstützer*innen dafür gewonnen ebenfalls ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen zu setzen, indem weltweit, aber auch in MG, viele Gebäude nach Einbruch der Dunkelheit orange erstrahlen. Der AK GGIB beteiligt sich an der landesweiten Aktionswoche des MHKBG gegen Gewalt an Frauen und zeigt um 19:00 Uhr, im Haus Zoar den Film Female Pleasure.

Von Björn

Diese Seite verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Mit der weiteren Verwendung stimmst du dem zu. Datenschutzerklärung