„Mein Körper gehört mir“ – theaterpädagogisches Projekt zur Prävention sexualisierter Gewalt an Schulen erfolgreich gestartet

Gewalt an Schulen erfolgreich gestartet

Wie können Kinder und Jugendliche für sich Grenzen ziehen? Wie können sie lernen, gerade in Bezug auf den eigenen Körper auch „nein“ sagen zu dürfen? All diese Themen zur Prävention sexualisierter Gewalt hat ein theaterpädagogisches Projekt der Stadt aktuell an 14 Grundschulen und einer weiterführenden Schule aufgegriffen.
Das Projekt wurde vom Fachbereich Kinder, Jugend und Familie zusammen mit dem Kommunalen Integrationszentrum (Fachbereich Schule und Sport) initiiert und von dem Landschaftsverband Rheinland über das Landesprogramm „Wertevermittlung, Demokratiebildung und Prävention sexualisierter Gewalt in der und durch die Jugendhilfe“ gefördert. Zu den ersten Durchführungsorten gehörten im Herbst 2020 die GGS Waisenhausstr., GGS Hockstein und GS Giesenkirchen.
Zusammen mit der theaterpädagogischen Werkstatt Osnabrück arbeiten Kinder und Jugendliche an Projekten mit den Titeln „Mein Körper gehört mir“ und „Die große Nein Tonne“ sowie „Natürlich bin ich stark“ an weiterführenden Schulen. 
Von den bisherigen Schulen gibt es dabei durchweg positive Rückmeldungen: Das Projekt biete gute Möglichkeiten auch darüber hinaus ins Gespräch zu kommen und die Kinder nachhaltig zu stärken. Kathrin Wedereit, Schulleiterin der Grundschule Steinstraße sagt: „Das Projekt „Mein Körper gehört mir“ ist eine bedeutsame Säule in unserer pädagogischen Arbeit. Es ist wichtig, dass Kinder sich mit Ihrem „Nein-Gefühl“ auseinandersetzen und darin gestärkt werden, das „Nein- Sagen“ zu üben. Oft genug kommen Kinder durch andere Kinder oder Erwachsene in eine Situation, wo mit Ihnen etwas passiert, was in ihnen das „Nein – Gefühl“ und Unbehagen auslöst, aber nicht immer reicht der Mut, sich zur Wehr zu setzen oder Grenzen aufzuzeigen. Die theaterpädagogischen Spielszenen sprechen die Kinder an und schaffen gleichzeitig genug Distanz, um über emotional belastende Themen wie Gewalt oder Missbrauch sprechen und reflektieren zu können. Das Projekt bewegt etwas in den Kindern und hallt einige Zeit nach, bei den Kindern und Lehrern.“
 
Bestätigung für den Erfolg des Projekts ist auch eine stetige Nachfrage weiterer Schulen, die daran teilnehmen möchten.