Langzeitarbeitslose halten Radwegenetz in Schuss

Kooperationsprojekt zwischen Stadt, mags und Volksverein

Das ausgeschilderte Fahrradwegweisungsnetz der Stadt Mönchengladbach beläuft sich derzeit auf rund 255 Kilometer. Eine beachtliche Strecke, die im Laufe eines Jahres regelmäßig von der mags in Schuss gehalten wird. Unterstützung erhält die mags im Auftrag der Stadt jetzt vom Volksverein in Form eines Kooperationsprojektes. Mit Projektleiter Rolf Ferdinand Jaeger und zehn Langzeitarbeitslosen in drei bis vier Teams sind die Projektteilnehmer*innen jeden Werktag rund vier Stunden im Stadtgebiet unterwegs, um beispielsweise Glasscherben zu beseitigen, vermooste Schilder aufzubessern oder Hindernisse wie liegengebliebene E-Scooter zu beseitigen. „Wir freuen uns sehr über diese Unterstützung und danken dem Volksverein für sein Engagement. Dieses Projekt zum Wohl der Allgemeinheit hat Vorbildcharakter“, so Oberbürgermeister Felix Heinrichs. Auch Stadtdirektor und Verkehrsdezernent Dr. Gregor Bonin ist begeistert: „Der Volksverein leistet einen aktiven Beitrag, die Radwegeinfrastruktur im Stadtgebiet weiter zu verbessern. Mit 255 Kilometern und insgesamt 59 Knotenpunkten können wir für unsere Radwege jede helfende Hand gut gebrauchen. Davon profitiert die ganze Stadt.“
Für Volksverein-Geschäftsführer Matthias Merbecks ist diese Tätigkeit ein lohnendes Projekt: „Der Volksverein leistet gemeinnützige Arbeit. Diese Arbeit passt gut zu uns und bietet Langzeitarbeitslosen die Möglichkeit, mit einer sinnvollen Tätigkeit für das Gemeinwohl viel Wertschätzung zu erfahren. Sie setzen sich aktiv für eine Sache ein, von der andere Menschen profitieren.“ Die Projektteilnehmer*innen befahren regelmäßig festgelegte Routen, um Mängel aufzunehmen und kleine Schäden beseitigen zu können. Dazu nutzen sie zehn E-Bikes, die der Volksverein zur Verfügung stellt, fünf davon als Lastenräder. Die E-Bikes haben jeweils eine Nutzfläche, auf der kleine Werkzeuge sowie Reinigungsmaterialien transportiert werden.Sie sind bestellt und sollen Anfang März zum Einsatz kommen. Bis dahin sind die Kräfte mit normalen Fahrrädern unterwegs. Das Hauptaugenmerk liegt auf der Pflege der Wege, aber auch die Beschaffenheit der Fahrbahn wird auf Schlaglöcher, lose Pflastersteine und durchdringendes Wurzelwerk kontrolliert. Die Ausrüstung für die Pflege stellt die mags zur Verfügung. Die mags, für die Straßenunterhaltung und damit auch für die Unterhaltung der Radwege zuständig, nimmt die Hilfe dankbar an. „Dieses gemeinschaftliche Projekt leistet einen wichtigen Beitrag zur Beschäftigungsförderung und sozialen Teilhabe sowie zum Klima- und Umweltschutz: Saubere und sichere Radwege erleichtern den Umstieg vom PKW auf das Fahrrad, und die Projektteilnehmenden werden durch die regelmäßige Arbeit auf ihrem Weg zurück in das Berufsleben unterstützt“, so mags-Vorstandsvorsitzender Hans-Jürgen Schnaß.
Als wichtiger Baustein im Masterplan Nahmobilität ist Mönchengladbach seit 2017 mit dem Radroutennetz an das Knotenpunktsystem mit den Umlandkreisen Viersen, Heinsberg und Neuss angeschlossen. Das Knotenpunktsystem zeichnet sich durch eine Nummerierung der Knotenpunkte an den über 760 Wegweiserstandorten im Stadtgebiet aus, welche die Orientierung im Routennetz für Radler erleichtern. Das Knotenpunktsystem in Mönchengladbach ist einheitlich nach dem NRW-Landesstandard mit weiß-roten Wegweisern beschildert.