Mönchengladbach ist auf Aufnahme von Geflüchteten aus der Ukraine

350 Menschen können sofort untergebracht werden / Sachspenden derzeit nicht benötigt

Die Stadtverwaltung Mönchengladbach hat mit dem Aufbau von Strukturen zur Unterbringung und Versorgung ankommender Flüchtlinge aus der Ukraine begonnen. Oberbürgermeister Felix Heinrichs hat dazu am Wochenende einen Einsatzstab installiert, der die Voraussetzungen für die Aufnahme der vom Krieg betroffenen Menschen schafft. Für ankommende ukrainische Staatsbürger:innen, die nicht bei Verwandten oder Freunden unterkommen können, stehen derzeit rund 350 Plätze in Flüchtlingsunterkünften zur Verfügung. Die ersten Geflüchteten wurden bereits untergebracht.
OB Felix Heinrichs sagte dazu am Dienstag (1. März): „Wir sind darauf vorbereitet, Geflüchteten in unserer Stadt Schutz vor Krieg und Gewalt in ihrer Heimat zu bieten. Dabei können wir auf die Strukturen und Erfahrungen aus den Jahren 2015/2016, vor allem aber auch auf das Engagement aller Beteiligten zurückgreifen.“
Derzeit ist auch für die Stadt Mönchengladbach noch unklar mit welcher Anzahl von geflüchteten Menschen aus der Ukraine hier vor Ort gerechnet werden muss. Tatsächlich sind bereits die ersten Flüchtlinge in Mönchengladbach angekommen. Hierbei handelt es sich in erster Linie um Menschen, die einen persönlichen Kontakt zu Bürger:innen der Stadt haben. Diese werden zum großen Teil von ihren Freunden und Angehörigen bei sich untergebracht und versorgt.
Die Stadt Mönchengladbach hat eine zentrale E-Mail-Adresse für Hilfeersuchen und Hilfsangebote freigeschaltet. Sie lautet ukrainehilfe@moenchengladbach.de . Telefonische Anfragen von Hilfswilligen und ankommenden Ukrainern nimmt die Stadtverwaltung unter den Rufnummern (02161) 25-42512 und -42513 entgegen. Die Rufnummern sind montags bis donnerstags von 8 bis 16 Uhr, freitags von 8 bis 12 Uhr erreichbar.
Infos für Hilfswillige:
Derzeit erreichen die Stadt bereits zahlreiche Anfragen von Menschen, die Sachspenden leisten möchten. Davon wir derzeit – auch in Absprache mit dem Deutschen Roten Kreuz – abgeraten. „Wir sind in Kontakt mit Hilfsorganisationen und unseren Nachbarkommunen, die Kontakt in die Krisenregion haben. Sollten sich konkrete Hinweise ergeben, welche Hilfsgüter benötigt werden, geben wir dies rechtzeitig bekannt“, so OB Felix Heinrichs.
Wer Hilfe bei der Unterbringung von ukrainischen Kriegsflüchtlingen anbieten möchte, kann sich an die angegebene E-Mail-Adresse wenden. Wer konkrete Unterstützung leisten will, kann dies auch mit Geldspenden tun, zum Beispiel über die „Aktion Deutschland Hilft“ (IBAN: DE53 200 400 600 200 400 600, BIC: COBADEFFXXX, Commerzbank, Stichwort: ARD/ Nothilfe Ukraine, www.spendenkonto-nothilfe.de
„Aktion Deutschland Hilft“ ist ein Zusammenschluss von 23 deutschen Hilfsorganisationen, darunter action medeor, ADRA, Arbeiter-Samariter-Bund, AWO International, CARE Deutschland, Habitat for Humanity, HELP – Hilfe zur Selbsthilfe, Johanniter-Unfall-Hilfe, Malteser Hilfsdienst, World Vision Deutschland, Der Paritätische.
Infos für ankommende Flüchtlinge aus der Ukraine:
Ukrainische Staatsangehörige können visumsfrei in das Bundesgebiet einreisen und sich hier bis zu 90 Tagen ohne Aufenthaltstitel aufhalten. Daran anschließend kann eine Aufenthaltserlaubnis für einen weiteren Aufenthalt von längstens 90 Tagen beim Fachbereich Bürgerservice, Ausländerangelegenheiten Goebenstraße 4-8, 41066 Mönchengladbach beantragt werden. Die Antragstellung kann montags, mittwochs, freitags zwischen 8:00 und 12:00 Uhr erfolgen. Im Vorfeld wird um Kontaktaufnahme mit der Ausländerbehörde unter der Rufnummer 02161/2553180 oder 02161/2556789 oder per Mail an auslaenderwesen@moenchengladbach.de gebeten.
In den nächsten Tagen werden weitere Informationen zu aufenthaltsrechtlichen Maßnahmen der Bundesregierung erwartet, durch die sich eventuell weitere Möglichkeiten ergeben könnten.
Alternativ kann auch ein Asylantrag gestellt werden. Für die Antragstellung ist die Landeserstaufnahmeeinrichtung in Bochum zuständig: Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge, Gersteinring 52, 44791 Bochum (Tel: 02931/ 826600).
Ob eine Antragstellung sinnvoll ist, hängt vom jeweiligen Einzelfall ab. Es können sich daraus unterschiedliche Rechtsfolgen ergeben. 
Mehr Infos: 
Bundesamt für Migration und Flüchtlinge:
https://www.bamf.de/DE/Startseite/startseite_node.html ;
Botschaft der Ukraine in Deutschland: 
https://germany.mfa.gov.ua
Auswärtiges Amt:
https://www.auswaertiges-amt.de/de/service/UKR